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Das Markt-Angebot an Sicherheitswesten
Im Folgenden finden Sie eine Auswahl von auf dem deutschen Markt erhältlichen Schutzwesten. Einige dieser Westen befanden sich zumindest testweise in meinem Besitz, hier kann ich also meine persönliche Meinung dazu abgeben. Für die übrigen Westen finden Sie hier die Hersteller-/Händlerinfos und Bezugsquellen.
Die angegebenen Preise beziehen sich auf Erwachsenen-Größen in den Standard-Farben. Kinder-Westen sind in der Regel deutlich günstiger.
Ursprünglich war meine Absicht, hier wenigstens die Westen der wichtigsten Anbieter halbwegs umfassend und aktuell aufzulisten.
Aufgrund des erfreulicherweise inzwischen stark gestiegenen Interesses an Sicherheitswesten ist das Angebot inzwischen sehr umfangreich
geworden und fast jeden Monat kommt eine neue oder überarbeitete Weste auf den Markt (und verschwinden alte Modelle).
Daher musste ich den Anspruch an Vollständigkeit leider aufgeben.
Ich werde mich aber weiter bemühen, die wichtigsten Hersteller und Modelle hier halbwegs aktuell zu halten!
Disclaimer
Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Für deren Richtigkeit kann ich jedoch keinerlei Haftung übernehmen. Die Nennung von Händlern bedeutet keine Empfehlung in Hinsicht auf Seriösität oder Zuverlässigkeit des Anbieters. Preise können sich stets ändern.
Letzte Aktualisierung: Januar 2012
Powell Elite Series 6 MK2
Von dieser Firma (auch bekannt als "Rodney Powell" und "K.C. Equestrian") gibt es seit über 20 Jahren hochwertige Sicherheitswesten, die gerade im Vielseitigkeits-Sport
eine weite Verbreitung haben.
Das aktuelle Modell "Series 6 MK2" gibt es in 2 verschiedenen Ausführungen der Rückenpartie: "Flexiback" ist die weichere und komfortablere Version, "X2ESP" bietet einen noch weiter erhöhten Schutz für die Wirbelsäule. Schulterpolster als zusätzlicher Schutz sind als Zubehör erhältlich.
Diese Westen sind in vielen Farben (auch mehrfarbig) und in über 200 verschiedenen Größen erhältlich. Und wenn trotz der vielen verschiedenen Größen und Passformen
kein passendes Modell dabei ist, dann sind auch Maßanfertigungen möglich.
Allerdings finde ich das Größenschema etwas verwirrend und ich empfehle dringend, die Beratung durch einen kompetenten Fachhandel, um auch wirklich die optimale Größe zu finden.
Die Weste entspricht der aktuellen Norm "BETA 2009 Level 3" ebenso wie BS EN 13158 Level 3 und ASTM F1937-98
Powell Pro Series 6 MK2
Das aktuelle Modell aus der "Pro" Serie gibt es in unterschiedlichen Schnitten für Damen und Herren und in über 150 verschiedenen Größen. Bei Bedarf sind auch
Maßanfertigungen möglich. Diese Weste ist in vielen Farben (auch mehrfarbig) lieferbar.
Schulterpolster als zusätzlicher Schutz sind als Zubehör erhältlich.
Die Weste entspricht der aktuellen Norm "BETA 2009 Level 3" ebenso wie BS EN 13158 Level 3 und ASTM F1937-98
Charles Owen Body Protector Ultra Light (nicht mehr lieferbar)
![]() Foto © M. Grebler
Eine ebenfalls im VS-Bereich recht bekannte und beliebte Weste aus England in bester Qualität.
Viele zufriedene Besitzer dieser Weste loben den hohen Tragekomfort und die vergleichsweise gute Belüftung.
Dieses Modell befindet sich nicht mehr im Lieferprogramm.
Charles Owen "Kontakt 5"
Das neueste Produkt aus dem Hause Charles Owen besitzt im Gegensatz zu der alt-bekannten, oben genannten Weste nun einen Front-Reißverschluß.
Wie schon das frühere Modell ist sie nur in wenigen Größen lieferbar.
Die Weste entspricht der aktuellen Norm "BETA 2009 Level 3" ebenso wie EN 13158:2009
Airowear "Outlyne"
Die Sicherheitswesten dieses dritten bekannten englischen Herstellers sind erst in den letzten Jahren in Deutschland bekannter geworden.
Dies vor allem mit diesem neuesten Modell "Outlyne", welches die früheren Modelle "Zippa" und "Dynamic" ersetzt.
Diese Weste ist nämlich vergleichsweise weich und bietet einen hohen Tragekomfort. Zudem wird sie in unterschiedlichen Modellen für Damen und Herren hergestellt und ist in vielen verschiedenen Größen lieferbar.
Die Weste entspricht der aktuellen Norm "BETA 2009 Level 3" ebenso wie EN 13158:2009
Airowear "Reiver 010"
![]() Älteres Modell "Reiver Elite" Foto © M. Grebler
"Reiver 010" ist die neueste Version aus der preiswerteren Reiver Serie. Diese Westen haben keinen Front-Reißverschluss und zusätzlich zum Klettverschluss einen Bauchgurt.
Im Gegensatz zum Modell Outlyne gibt es keine getrennten Damen- und Herren-Modelle, dennoch aber eine umfangreiche Größentabelle.
Die Weste entspricht der aktuellen Norm "BETA 2009 Level 3" ebenso wie EN 13158:2009
Jack Ellis "Euro 2000 / Pro 2000" (nicht mehr lieferbar)
![]() Foto © M. Grebler
Vor einigen Jahren waren die Westen von Jack Ellis in Deutschland noch vergleichsweise verbreitet. Inzwischen werden sie nicht mehr hergestellt.
Da aber noch oft Westen gebraucht oder als Restposten auf dem Markt sind, seien sie hier kurz erwähnt. Die Weste hat vor längerer Zeit in einem Test recht gut abgeschnitten und gehörte sicher zu den besseren (aber auch teueren) Westen auf dem Markt. Das Modell "Pro" zeichnet sich durch einen zusätzlichen Bauchgurt aus. Achtung: Diese Modelle gab es auch in einer dünneren Ausführung entsprechend BETA Class II ! Racesafe RS2010
Dies ist eine Weste in "Plättchen-Bauweise". Während die meisten Schutzwesten aus einigen wenigen großen "Platten" bestehen, wird hier der
Schutz durch viele kleine Schaum-Teile erreicht, die flexibel miteinander verbunden sind. Dadurch kann sich die Weste besser an den Körper
anpassen und der Tragekomfort steigt. Die Weitenregulierung erfolgt durch seitliche Schnürung, zum An- und Ausziehen gibt es einen Front-Reißverschluss.
Die Weste ist auch in Kurz- und Langgrößen lieferbar.
Selbst habe ich mit dieser Art von Schutzwesten noch keinerlei Erfahrung. Die Besitzer solcher Westen schwören
aber auf dieses Prinzip.
Die Weste entspricht der aktuellen Norm "BETA 2009 Level 3" ebenso wie EN 13158:2009
Phoenix Tipperary Sicherheitswesten
Die Produkte des kanadischen Herstellers sind bei uns nur eingeschränkt zu bekommen. Die wenigsten mir bekannten Westen dieses Herstellers
waren leicht und angenehm zu tragen, allerdings schreibt der Hersteller auf seiner Homepage nichts von einer BETA Prüfung.
Eine Übersicht der aktuell lieferbaren Modelle findet man auf der Homepage von Phoenix
Bezugsmöglichkeiten in Deutschland sind mir derzeit kaum bekannt, mit folgenden Ausnahmen: Tipperary RideRite
Es handelt sich hierbei um eine sehr leichte Weste in "Plättchen-Bauweise", mit Klett zur Weiten-Einstellung und Front-Reißverschluss. Geprüft nach EN13158 Level 2.
Tipperary Eventer
Ähnlich aufgebaut wie Racesafe RS2010
PonyWings: 298,- Euro
Weitere Anbieter
Bei den oben genannten Herstellern handelt es sich um bekannte Markenhersteller, die schon seit vielen Jahren Sicherheitswesten herstellen. Deren Produkte
gelten allgemein als zuverlässig und robust, sie sind meistens in vielen Farben und Größen lieferbar. Dies hat natürlich seinen Preis, den manche vielleicht
als zu hoch empfinden mögen. Meiner Meinung nach sollte man bei einer Sicherheitsweste aber nicht so sehr auf den Preis schauen, sondern auf Sicherheit und
vor allem Tragekomfort bzw. Passform. - Und eine Sicherheitsweste muss man in der Regel auch nicht nach einem Sturz austauschen (wie einen Helm), so dass man
eine gute Weste oft viele Jahre hinweg benutzen kann.
Dennoch: Nach dem erfreulicherweise stark zugenommenem Interesse an Sicherheitswesten gibt es inzwischen eine unüberschaubare Vielfalt an verschiedenen
Westen in der Preisklasse bis bzw. um 100 Euro. Diese Modelle werden meist in Asien produziert und hierzulande von den bekannten Reitsport-Anbietern
unter dem eigenen Markennamen angeboten. Dadurch kommt es auch vor, dass das selbe Modell von unterschiedlichen Firmen unter unterschiedlichen Bezeichnungen
angeboten wird.
Diese günstigen Schutzwesten müssen nicht deshalb nicht schlecht sein. Allerdings muss man oft gewisse Abstriche hinsichtlich Tragekomfort oder Haltbarkeit machen.
Einige dieser Sicherheitswesten sind aus sehr dickem und festem Material und bieten daher wenig Tragekomfort. Andere halten regelmäßige Nutzung vielleicht nur 1 Jahr lang aus,
bevor ein Reißverschluss oder Klettverschluss kaputt geht. Und natürlich gibt es alle diese Modelle jeweils nur in Standard-Größen, so dass es mitunter schwierig wird,
eine genau passende Weste zu finden. (Da aber jeder Anbieter andere Maßtabelle hat, sollte es trotzdem nicht unmöglich sein.) Übrigens sind meiner Erfahrung nach die
Maßtabellen auf den Webseiten oder in den Online-Shops in manchen Fällen sehr "kreativ", darauf sollte man sich nicht verlassen und unbedingt versuchen, ein gewünschtes
Modell im Laden anzuprobieren.
Wegen der Vielzahl der erhältlichen Modelle und da diese auch oft sehr schnell wechseln, ist ein halbwegs vollständiger Überblick an dieser Stelle nicht möglich.
Er wäre auch wenig sinnvoll, da ich in der Regel keine weiteren Informationen außer Bezeichnung und Preis angeben könnte. Im Folgenden finden Sie daher nur eine
kleine, subjektive Auswahl an derartigen Sicherheitswesten, die mir persönlich erwähnenswert erscheinen.
USG Sicherheitswesten
Schon seit vielen Jahren sind die vergleichsweise billigen Sicherheitswesten von USG auf dem Markt. Frühe Modelle erwiesen sich bei mir als wenig haltbar,
aktuelle Modelle sollten diesbezüglich etwas robuster sein.
Die mir bekannten USG Sicherheitswesten bestanden alle aus einem recht weichem Material und boten daher einen guten Tragekomfort.
Es gibt bei USG zwei unterschiedliche Serien von Schutzwesten:
"Practico" / "Action" / "Protecto" usw.
![]() Altes Modell USG Equipar Foto © M. Grebler
Diese Modellreihe ist schon seit über 10 Jahren auf dem Markt. Alle Modelle besitzen Klettverschluss zur Größenverstellung, einen Front-Reißverschluss
sowie eine Handytasche an der Brust. (In die man das Handy besser nicht tun sollte, da es andernfalls nach einem Sturz vielleicht kaputt ist!)
Es gab und gibt viele unterschiedliche Varianten dieser Weste und verschiedenen Bezeichnungen, die aber nicht konsistent sind. Die einzelnen Modelle
unterscheiden sich im Material der Außenhaut, in der Farbe und auch in der Dicke des Materials. Es gibt (oder gab) neben dickeren Class III Westen auch
dünnere entsprechend BETA Class II oder auch gar nicht geprüft. Die Farbe ist meistens schwarz oder dunkelblau.
Einen Überblick über die aktuellen Modelle gibt die Hinterseite von USG, man muss aber aufpassen: Die von Händlern angebotenen Westen entsprechen manchmal nicht den Angaben von USG, da sich die Modelle immer wieder geändert haben und wie gesagt die Bezeichnungen auch nicht einheitlich waren. "Profi"
![]() Foto © M. Grebler
Dieses etwas neuere Modell besitzt keinen Reißverschluss, zum An- und Ausziehen müssen Klettverschlüsse geöffnet werden. Es gab auch Westen mit
zusätzlichem Bauchgurt. Neben grauen Modellen gab und gibt es auch andere Farben.
Weitere Modelle werden in Kürze hinzugefügt!
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